Christ König -
Rückblick 
und Ausblick

        

 

Oggersheim ist heute ein Stadtteil von Ludwigshafen. 1938 wurde Oggersheim nach Ludwigshafen eingemeindet. Davor war es eine selbständige Stadt, besaß die Stadtrechte seit 1327. Und natürlich gab es hier auch eine Pfarrei, die dem Hl. Kilian gewidmet war. Diese Pfarrei erlosch 1556 bei der Einführung der protestantischen Lehre in der Kurpfalz. Erst seit 1698 gab es wieder eine katholische Pfarrei in Oggersheim.

Erbprinz Josef Karl von Sulzbach ließ sich 1720 ein kleines Schloss in Oggersheim bauen. 1729 legte er den Grundstein zur Loreto-Kapelle. Er ließ sie ganz genau nach dem Muster des "Heiligen Hauses" in Loreto in Italien errichten. Der Legende nach hatten Engel dieses von Nazareth nach Loreto gebracht. Betreut durch die Jesuiten blühte die Wallfahrt zu Ehren Marias.
Kurfürstin Elisabeth, die im Oggersheimer Schloss residierte, ließ durch Peter Verschaffelt über der Kapelle die Hof- und Wallfahrtskirche St. Maria Himmelfahrt bauen. Die Einweihung erfolgte 1777.
Von 1798 bis 1813 gehörte die linksrheinische Pfalz und damit auch Oggersheim zu Frankreich. 1803 wurde die Wallfahrtskirche auch die Pfarrkirche von Oggersheim.
Ab 1813 gehörte Oggersheim als Stadt in der bayerischen Rheinpfalz wieder zu Deutschland. 1853 ist das Geburtsjahr von Ludwigshafen und seit 1865 gibt es die BASF.
1918 erwarb Prälat Knittel in weiser Voraussicht das 10 000 qm große Gelände, auf dem heute unsere Kirche samt Pfarrhaus, Pfarr- und Jugendheim und Kindergarten stehen.
Im Heiligen Jahr 1925 führte Papst Pius XI. das Christkönigsfest ein, das am Sonntag vor dem ersten Advent gefeiert wird.
Deshalb wurde damals "Christ König" als Name für unsere Pfarrei gewählt, und Prof. Boßlet plante eine gewaltige Kirchenanlage.
Doch gebaut wurde 1928 nur ein Kindergarten.
Auf dem übrigen Gelände gab es Kleingärten. Während des Krieges und danach konnte deren Ertrag ein wenig den Hunger einiger Gemeindemitglieder lindern.
Dann wuchs Oggersheim überwiegend westlich der Adolf-Diesterweg-Straße, die früher einmal Erster Feldweg hieß.
Die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu.
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wurde zu klein. Außerdem war der Weg von Oggersheim-West zur Kirche sehr weit.
1964 wurde die Errichtung der Pfarrei Christ König verfügt und Oggersheim in zwei Pfarreien aufgeteilt. 4500 Katholiken verblieben in der Mutterpfarrei Maria Himmelfahrt, und 3100 Katholiken gehörten jetzt zu Christ König.
Im gleichen Jahr begannen die Bauarbeiten für Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim, 1966 wurde die Kirche durch Bischof Dr. Isidor Markus Emanuel geweiht. Eine Kirche aus Beton wurde gebaut, im Stil ihrer Zeit, an der und in der noch vieles fehlte, nicht zuletzt die Gemeinde. Die musste aus den "zugeteilten" ehemaligen Angehörigen der Pfarrei Maria Himmelfahrt und den Zugezogenen gebildet werden. Es gab vieles zu tun und das ist auch heute noch der Fall.
1966 wurde der erste Verwaltungsrat gewählt und 1969 der erste Pfarrgemeinderat.
Am 1. Juni 1969 wurde die Kuratie Christ König zur Pfarrei erklärt.
1967 erhielt die Kirche die seitlichen bleiverglasten Fenster, eine Arbeit der Künstlerin Margot Stempel-Lebert.
Am 22. September 1968 wurde die Flachplastik der Schutzmantelmadonna geweiht. Die Madonna ist ein Werk des in Oggersheim gebürtigen Künstlers Professor Hermann Volz, das von den Familien Volz/Orth gestiftet wurde.
Im Winter 1968 wurde eine elektrische Bank-Strahlerheizung installiert und erst 1970 wurde eine Sprechanlage eingebaut.
Kurz vor Weihnachten 1973 bekam die Kirche eine elektronische Orgel.
1976 wurde der Chorraum von Emil Wachter, dem Schöpfer der Autobahnkirche bei Baden-Baden, ausgemalt.
Dank einer großzügigen Spende wurde die Beschaffung von Glocken in Angriff genommen, und am 25.9.1978 konnte Benediktiner-Abt Maurus die drei Glocken mit den Namen Philippus (1250 kg, Ton "es"), Jakobus (750 kg, Ton "g") und Maria (500 kg, Ton "b") weihen. Im Mai 1979 kam noch eine Petrus-Glocke (1020 kg, Ton "f") hinzu.
Der alte Kindergarten war schon über ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Aus Kostengründen wurde statt einer Renovierung ein Neubau geplant, der 1979 bezogen wurde. Um den Eigenanteil der Pfarrei zu finanzieren, musste der südliche Teil des Pfarrgrundstücks verkauft werden, auf dem heute die Wohnanlage an der Wingertstraße steht.
1995 wurde der Kindergarten um eine dritte Gruppe erweitert.
1989 baute die Orgelbaufirma Mayer, Heusweiler, eine Pfeifenorgel in der Kirche ein.

Über 50 Jahre ist unsere Kirche alt. Das ist noch kein Alter für eine Kirche, könnte man meinen, und doch hat der Zahn der Zeit an ihr genagt.
Heute kennen wir die Nachteile des Betons, er hält nicht "ewig". Der 35 m hohe Turm, der besonders schadhaft war, ist bereits saniert. Bei dieser Gelegenheit wurde er im oberen Bereich neu gestaltet. Er erhielt eine Kupferhaube, wurde dadurch etwas höher und wirkt jetzt schlanker als vorher. Auf der Ostseite der Haube wurde ein 11 m hohes Kreuz aus verzinktem und dann vergoldetem Stahl montiert, das weithin leuchtet als ein sichtbares Zeichen der Hoffnung und des Glaubens für die Menschen. Die Glockenstube, die bisher nur nach Norden und Süden offen war, hat nun vier Öffnungen und ist ganz mit Holz ausgeschlagen. Die Glocken klingen jetzt weicher, und ihr Klang verteilt sich nach allen Himmelrichtungen.

An der Kirche wurde der Flachdachbereich, von dem immer wieder Regenwasser in die Kirche eindrang, durch ein geneigtes Kupferdach ersetzt und die Rückseite der Apsis mit einer Wärmedämmung unter einer Kupferabdeckung geschützt.

Mit viel Engagement wurde 2001 in Eigenleistung das Innere der Kirche renoviert, doch es gibt immer was zu tun. 
So mussten im Jahr 2005 die gesamten  elektrischen Anlagen erneuert werden. Sie waren über 35 Jahre alt und entsprachen nicht mehr den derzeitigen Sicherheitsvorschriften und es bestand Gefahr für Leib und Leben. Auch die Erneuerung der Heizung war ebenfalls aus diesen Gründen dringend notwendig
. Durch großzügige finanzielle Unterstützung durch die Diözese Speyer konnten die Arbeiten in Angriff genommen werden und pünktlich einen Tag vor Heiligabend beendet werden.

Seit Weihnachten 2005 erstrahlt unsere Kirche wieder in "neuem Glanz" und mit feierlichen Gottesdiensten an Weihnachten, Silvester und Neujahr wurde die Kirche auch liturgisch von der Gemeinde "in Besitz" genommen.

Die Aufgabe aber, unsere Gemeinde so lebendig zu erhalten wie bisher, bleibt das Wichtigste für alle Gemeindemitglieder. Der Pfarrer schafft das nicht allein, zumal er seit 1993 auch die wachsende Gemeinde St. Cyriakus in Ruchheim zu betreuen hat.

Wir sind im 21. Jahrhundert und wir wissen nur, dass die Pfarrei Christ König sich verändern und kleiner werden wird. Doch hoffen wir, mit Gottes Hilfe weiterhin eine begeisternde und lebendige Gemeinde zu sein.

Im Rahmen des Konzepts
Gemeindepastoral 2015
der Diözese Speyer
sind seit 01. Januar 2016

aus der Pfarrei Christ König die Gemeinde Christ König,
aus der Filiale St. Cyriakus die Gemeinde St. Cyriakus
und aus der Pfarrei Maria Himmelfahrt die Gemeinde Maria Himmelfahrt gebildet.

 Diese 3 Gemeinden sind nun die Pfarrei

Hl. Franz von Assisi

SEITENANFANG